>>> 3D Laserscanning im Winter: Die wichtigsten Aspekte

Digitale Bestandsaufnahme von Gebäuden bei Schnee und Regen

Laserscannen bei Schnee und Regen?
Kann das funktionieren?

Worum geht’s in diesem Beitrag?

Viele Kunden fragen uns, bei welchen Wetterbedingungen Laserscanning noch möglich ist und bei welchen Bedingungen keine guten Ergebnisse mehr garantiert werden können. Gerade im Winter und bei vorhergesagtem Schneefall müssen wir je nach Projekt entscheiden, ob es noch möglich ist oder nicht.  

Dieser Artikel erklärt, warum Laserscanning auch wettertechnische Grenzen hat, insbesondere wenn es um die Qualität der Daten geht.

 

Präzise Datenbasis auch bei Schnee und Regen möglich?

Inhaltsverzeichnis

1. Was ist wetterbedingt beim Laserscanning zu beachten?

2. Wie Schnee die Oberfläche verändert

3. Ab wann wird eine Messung ungenau?

4. Welche Wetterbedingungen erzeugen Reflexionen und Rauschen in den Datenergebnissen

5. Welche Nachteile sind zu erwarten?

6. Welche Sicherheits- und Logistikaspekte sind zu beachten?

7. Unser Versprechen, Ihr Nutzen

8. Jetzt starten: Ihr kostenfreies Erstgespräch

 

1. Was ist wetterbedingt beim Laserscanning zu beachten?

Wie bei jedem Job, der sich zu einem großen Teil im Außenbereich abspielt, ist auch bei der Vermessung auf Wetterbedingungen zu achten. Aber ab wann und warum kann Wetter zum Problem werden?

Betrachten wir uns den ergebnisbezogenen Aspekt kann Schnee oder Regenwasser für Probleme sorgen. Dies kann sich zeigen durch:

  • eine temporäre Schnee- oder/und Eisschicht mit ungleichmäßiger Dicke

  • Schnee (oder auch Hagel), der sich an Kanten, Häusereingängen, Fensterbänken und Vorsprüngen besonders stark ablagert

  • Wasserflächen durch Regenwasser, das nicht ablaufen kann und damit die Struktur der Gebäude oder Bodenflächen verdeckt

Grund für auftretende Probleme ist hierbei, dass der Laserscanner die erste Oberfläche als Referenz erfasst, die reflektiert wird. Da der Scanner nicht durch Wasser bzw. Schnee "durchscannen" kann, wird also nicht die Struktur bzw. Geometrie des Gebäudes erfasst, sondern die Schnee- oder Wasseroberfläche.

»»» Ergebnis: Der Scanner kann nicht den realen Fassadenbestand erfassen und bildet in der Punktwolke eine verfälschte Geometrie ab.

 

2. Wie Schnee die Oberfläche verändert

Höhere Schneemengen führen zu:

✔  ungenauen Maßen und falschen Baukanten, veränderte Konturen

✔  verschobenen Fassaden oder Geometrien

✔  "aufgeblasenen" Kanten und Profilen

✔  unklaren Übergängen zwischen Bauteilen, ungenaue Höhen


Für:

* Bestandsdokumentation

* Fassadensanierung

* BIM-Modelle

* Maßableitungen

sind derartige Abweichungen nicht akzeptabel, da sie zu massiven und kostenintensiven Planungsfehlern führen.

3. Ab wann wird eine Messung ungenau?

Schneefall und Regen sind nicht nur für die empfindliche Technik ein Problem. Die kleinen Schneekristalle und Regentropfen wirken wie ein "Mini-Reflektor" und sorgen für ein "Rauschen" in den Daten. Dadurch...

1. ...wird der Laser gestreut und mehrfach refektiert.

2. ...entstehen "Rauschpunkte" vor der eigentliche Fassade

3. ...wird die Punktwolke unruhig und "flauschig".

4. ...entstehen Wassertropfen auf der Linse der Kamera am Scanner und die Fotoaufnahmen werden ungenau (an jedem Scanningstandort, fertig der Scanner ebenfalls ein 360 Grad Foto).

Das erhöht den Nachbearbeitungsaufwand massiv, senkt die Datenqualität und macht - wenn es sehr stark schneit und regnet - die Daten unbrauchbar. Bei starkem Schneefall oder Regen ist der Einsatz der Technik aufgrund fehlender Wasserdichtigkeit nicht möglich. Der Scanningprozess muss unterbrochen oder abgebrochen werden.

Bei vorhandenen Schnee- und/oder Eisflächen ist zudem mit verdeckten Details und fehlenden Bauteilen zu rechnen, die für die Planungsprozesse wichtige Bestandteile sind. So können zum Beispiel folgende Details verdeckt werden:

* Fugen

* Ornamente

* Vermessungs- und Befestigungspunkte

* Fensteranschlüsse

* TGA Bestandteile

* Schächte oder Klappen

* Fassadenrisse oder sonstige Schäden, die dokumentiert werden müssen

Dies ist nachteilig für Planungsprojekte im Denkmalschutz, für Sanierungsplanungen oder Schadenskartierungen, da wichtige Planungsdetails verloren gehen.

 

4. Welche Wetterbedingungen erzeugen Reflexionen und Rauschen in den Datenergebnissen

Folgende Wetterbedingungen können bei starken Ausprägungen problematisch sein:

  • Schneefall
  • Starkregen
  • Hagel
  • starker Nebel
  • Sturm

Während Schnee, Regen, Hagel und Nebel durch die Wasserbestandteile für Reflexionen und Rauschen in den Datenergebnissen sorgen können, ist Sturm und starker Wind für die Vermessungsgeräte (durch Vibrationen oder Sturzgefahr) bedenklich bzw. sicherheitsgefährdend.

 

5. Welche weiteren Nachteile sind bei den Bilddaten zu erwarten?

Wie vorab erläutert, sorgen extreme Wetterbedingungen für schlechte Datenergebnisse und können folgende Probleme bei Farb- und Bilddaten zur Folge haben:

  • ungenaue oder unbrauchbare Fototexturen
  • unscharfe Panoramabilder
  • verfälschte Farben
  • fehlerhafte Materialzuordnung
  • ungenaue Oberflächenstrukturen
  • bei photogrammetrischen Aufnahmen können Texturen unnatürlich wirken und für Schadenskartierungen unbrauchbar sein

6. Welche Sicherheits- und Logistikaspekte sind zu beachten?

Für unsere MitarbeiterInnen bestehen erhebliche Sicherheitsrisiken und logistische Probleme:

  • gefährliche Anreise bei Schnee- und Glatteis (da wir deutschlandweit arbeiten, ist häufig eine längere Anreise zu beachten)
  • leerstehende Bestandsgebäude sind nicht von Schnee und Eis befreit, es besteht kein Winterdienst, daher besteht hohe Rutsch- und Sturzgefahr
  • Dächer können nicht betreten werden
  • Sturm, der bei leerstehenden Gebäuden dafür sorgt, dass beschädigte und nicht gesicherte Fassadenteile runterstürzen

Zudem gefährden Schnee, Eis und Sturm:

  • den sicheren Stand von Laserscanningstativen
  • das exakte Nivellieren von Tachymetern und GPS-Anlagen
  • das generalle Arbeiten im öffentlichen Raum

✔  Sicherheit steht bei uns an erster Stelle. Wir vermeiden schon im Vorfeld Arbeitsunfälle und kostenintensive Technikschäden.

✔  Wir vermeiden das Risiko von Messfehlern. Kundenorientierung und eine hohe Datenqualität hat bei uns Priorität.

✔  Wir entscheiden immer kurzfristig, ob eine Vermessung bzw. eine Erfassung aufgrund extremer Wetterverhältnisse möglich ist oder nicht.

Gern kontaktieren Sie uns vorab, um sicherzugehen, bei welchen Bedingungen wir Ihr Objekt erfassen können.

Wir sind das ganze Jahr und in jeder Saison für Sie tätig.

 

7. Unser Versprechen - Ihr Nutzen

Sie erhalten von uns:

  • verlässliche Planungsgrundlagen für jede Projektgröße
  • messbare Kostensicherheit durch korrekte Ist-Daten
  • hochpräzise Punktwolken & 3D-Modelle
  • schnelle Ergebnisse ohne Betriebsunterbrechung
  • einen Partner, der Herausforderungen souverän löst

 

8. Jetzt starten: Ihr kostenfreies Erstgespräch

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  • Wir analysieren, scannen, dokumentieren, modellieren und visualisieren Ihre Objekte und Gebäude.
  • Wir erzeugen alle Produkte - von der klassischen 2D-Planunterlage bis hin zum voll texturierten 3D-Modell.
  • Wir erstellen digitale Rundgänge, Ansichten, Grundrisse und Schnitte.
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